
Die Architekten der neuen Grundschule in Neubiberg bei München setzten auf Tageslichtökonomie und ein unverwechselbares Design. Für die optimale Lichtausbeute in den Klassenzimmern sorgen Antriebe von elero.
Pößneck, April 2009 – Leicht futuristisch mutet der gläserne Neubau im bayerischen Neubiberg an, der die neue zweigliedrige Grundschule des Ortes beherbergt. Vor allem die großen Glasfronten der Grundschule fallen dem Betrachter sofort ins Auge und verleihen dem Lehr- und Lern-Gebäude einen transparenten Charakter. Durch seine großformatigen Senkrecht-Lamellen setzt sich das obere Geschoss klar vom Rest des Gebäudes ab – und scheint dabei fast zu schweben. Die in Rot- und Orange-Tönen gehaltenen Lamellen umschließen das obere Stockwerk fast komplett.
Ausreichend Tageslicht schafft angenehme Arbeits-atmosphäre
Partner für die Installation der dynamischen Gebäudehülle war die Firma Colt International. Im Mittelpunkt des Gebäudekonzepts stand für die Architekten und Projektplaner das Wohlbefinden der Schüler und Lehrer. Der Grundsatz: Erfolgreiches Lernen und ausreichendes Tageslicht gehören zusammen. Deswegen entschieden sie sich für eine Konstruktion aus beweglichen Lamellen, die genügend Licht in die Räume lässt und so eine angenehme und gesunde Arbeitsatmosphäre schafft. Um die Klassenräume zu jeder Tageszeit optimal auszuleuchten, werden die Lamellen an der Süd-, West- und Ostseite dem Sonnenstand nachgeführt; an der Nordseite sind sie starr angebracht. Im Sommer verhindert die flexible Fassade so ein Aufheizen der Räume. Im Herbst und Winter, wo die Sonne besonders tief steht, wird störendes Blendlicht praktisch ausgeschlossen.
Picolo XL bewegt Lamellen
Die Antriebe, die den Sonnenschutz zuverlässig und präzise bewegen, kommen aus Thüringen: Das Unternehmen elero Linearantriebstechnik aus Pößneck stellt elektrische, lineare Schubspindelantriebe her. Ihre wichtigsten Vorteile: Sie bewegen Sonnenschutzelemente gradgenau und sind dabei unempfindlich gegen Kälte, Hitze oder Staub. Beim Projekt Neubiberg fiel die Wahl auf den Picolo XL. Mit seiner schlanken Bauform aus witterungsresistentem Edelstahl eignet sich der kompakte Antrieb besonders für den Einsatz in der anspruchsvollen Fassadenarchitektur. Mit einer Kraft von 1.200 Newton bewegt er Photovoltaikelemente oder Großlamellen und fügt sich dabei unauffällig in das Gebäudebild ein. In Neubiberg wurden die Antriebe aus witterungsbeständigem Edelstahl quer am oberen Rand der Sonnenschutzelemente angebracht – so sind sie für den Betrachter des Gebäudes nicht zu sehen.
Gesteuert werden die Lamellen über ein zentrales Bus-System. So lässt sich die Fassade als Ganzes bewegen oder nach einzelnen Nutzungsbereichen auf den jeweiligen Sonnenstand einstellen. Um eine optimale Lichtausbeute in den Klassenräumen zu erreichen, können Lehrer und Schüler die Lamellen in fast allen Räumen auch separat ausrichten, um den Lichtbedarf der individuellen Lernsituation anzupassen.
Die Planer der Grundschule Neubiberg konstruierten eine Fassade aus farbigen Großlamellen, die einerseits Wärme- und Sonnenschutz ermöglicht, andererseits eine optimale Tageslichtausnutzung gewährleistet. Quelle: Colt International GmbH

Mit seiner schlanken Bauform aus witterungsresistentem Edelstahl eignet sich der Picolo XL besonders für den Einsatz in der anspruchsvollen Fassadenarchitektur: Er bewegt mit 1.200 Newton Photovoltaikelemente oder Großlamellen aus Glas, Aluminium oder Edelstahl und fügt sich unauffällig in das Gebäudebild ein. Quelle: elero Linearantriebstechnik
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elero Linearantriebstechnik im thüringischen Pößneck ist ein Zweigunternehmen der elero GmbH und somit Teil der Günther-Gruppe. Der 1995 gegründete Betrieb entwickelt, produziert und vertreibt elektrische, lineare Schubspindelantriebe. Dabei profitiert elero Linearantriebstechnik von der über 40-jährigen Erfahrung der elero GmbH bei Antriebs- und Steuerungssystemen. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treiben in Pößneck den Bereich Linearantriebstechnik weiter voran und gewährleisten so ein anhaltendes Wachstum.