Beschattung präzise wie ein Schweizer Uhrwerk - Linearantriebe regeln Sonnenschutz am Flughafen Zürich Pößneck, im November 2005 – 365 Tage im Jahr herrscht Hochbetrieb im Airside Center des Flughafens Zürich Kloten: 17 Millionen Fluggäste im Jahr nutzen die 25 Meter hohe und 250 Meter lange Halle, um zu ihrem Terminal zu gelangen, auf den Abflug zu warten, um zu essen oder einzukaufen. Dabei wurde die Westfassade komplett verglast, was neben einer natürlichen Beleuchtung und dem eindrucksvollen Ausblick aufs Rollfeld auch eine bessere Orientierung im Flughafengebäude gewährleistet. Damit die Temperaturen trotz der Glasfront moderat bleiben, ergänzten die Architekten das Wärmeschutzglas durch bewegliche, perforierte Aluminiumlamellen. Bewegt wird der Sonnenschutz durch elero-Linearantriebe vom Typ
Econom 0.
Ein Antrieb für sechs Lamellen Dabei kommen in Zürich trotz einer Fassadenfläche von 3.800 Quadratmeter lediglich 200 Antriebe zum Einsatz: Die leistungsstarken Schubkolbenantriebe bewegen mit ihrer Kraft von 3.000 Newton nicht nur eine Lamelle, sonder sechs. Damit alle Sechsergruppen synchron laufen, wurden die Linearantriebe mit Impulsgebern ausgestattet. Diese übermitteln auch den aktuellen Öffnungsgrad an das System, so dass die Beschattung exakt nach dem Einstrahlungswinkel der Sonne ausgerichtet werden kann. Zudem verfügen die Antriebe über integrierte Endlagenschalter und verdrehgesicherte Kolben.
Das Airside Center wurde von den britischen Architekten Nicholas Grimshaw & Partners in Zusammenarbeit mit zwei Schweizer Architekturbüros entworfen. Passend zur geschwungenen Dachkonstruktion ist auch die Westfassade nicht gerade, sondern entspricht einem nach innen gewölbten Kegelausschnitt. Dieser anspruchvollen Gebäudegestaltung trägt auch die eingesetzte Antriebstechnik Rechnung: Durch die schlanke Form und das witterungsresistente Edelstahlgehäuse fügt sich der Econom von elero unauffällig in die Fassade ein. Dort ermöglicht er eine präzise und zuverlässige Positionierung der Beschattung – Leistungen, die nicht nur in der Schweiz geschätzt werden.