
Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts haben sich Glasfassaden und Glasdächer als architektonisches Gestaltungselement aus Orangerien und Gewächshäusern entwickelt. Die Vorteile von damals, nämlich Wärme und Licht ins Gebäude zu leiten, sind geblieben. Gegen die Nachteile – zu hohe Innenraumtemperaturen einhergehend mit geringer Frischluftzufuhr – wurden zwischenzeitlich Klimaanlagen eingesetzt. Diese beeinträchtigen aber das Gebäudeklima durch zu trockene Raumluft. Überdies sind die künstlichen Kühlungen als wahre Energiefresser in Verruf geraten.
Glasfassade ohne Klimaanlage
Zunehmend setzen Architekten und Planer auf raffinierte Sonnenschutzsysteme wie lichtlenkende, durch Linearantriebstechnik gesteuerte Architekturelemente an der Außenseite der Fassade. Werden zusätzlich innovative Lüftungsanlagen eingebaut, die beispielsweise die Luft zur Kühlung durch Erdkanäle leiten, kann auf eine Klimaanlage oft ganz verzichtet werden.
Dreh- und Angelpunkt des Sonnenschutzes an den Außenfassaden von Glaskonstruktionen sind horizontale oder vertikale Lamellen aus den unterschiedlichsten Materialien wie beispielsweise getöntem Glas, Aluminium, Stahl, aber auch Lamellen mit Photovoltaikelementen. Dazu kommen im Einzelfall architektonische Sonderkonstruktionen wie Schiebe- oder Faltelemente.
Für die Bewegung eines umfangreichen Beschattungs- und Lichtlenkungssystems werden Antriebe benötigt, die einer Vielzahl von Anforderungen entsprechen und in ein ausgeklügeltes Gebäudeleitsystem integriert werden können. So sind beispielsweise von elero, einem Unternehmen mit fast 40 Jahren Erfahrung im Motorenbau, das Lamellenantriebssystem LIMAline und das Zahnstangenantriebssystem VITROline auf dem Markt, die nach individuellen Kundenanforderungen auf technologisch neuestem Stand gefertigt werden. Darüber hinaus kommen auch Linearantriebe wie der Econom zum Einsatz, die sich mit Hilfe moderner Steuerungselektronik in intelligente Bussysteme integrieren lassen – wie beispielsweise beim Neubau des Berufschulzentrums in Bitterfeld.